Bastian Werner: „Displays ermöglichen es mir, das Geschehene visuell zu Hause am Computer zu rekreieren“

Unterwegs als Wetterfotograf

Ich habe meine Leidenschaft für die Fotografie von Wetterphänomenen an unserem Himmel durch das Fliegen entdeckt. Für mich ist Wetter mehr als Grau und Blau. Jeder Sonnenuntergang und jede Gewitterzelle sind einzigartige Momente, die nicht wiederkehren – daher verewige ich diese mit meiner Kamera.

Früh erkannte ich, welchen Wert das Wissen um das Wetter für Naturfotografen hat. Fotografie ist das Zeichnen mit Licht und in der Natur ist die Sonne die einzige Lichtquelle eines Fotografen. Das Wetter formt das Licht. Es lässt es samtig weich erscheinen an einem nebeligen Morgen, oder hart und grell beim Herannahen einer gewaltigen Superzelle. Außergewöhnliche Fotografien einer Landschaft entstehen immer dann, wenn dauergewöhnliches Licht durch außergewöhnliches Wetter generiert wird.

 

Kooperation mit BenQ

In der Wetterfotografie breche ich als Fotograf erst zu einem Motiv auf, wenn ich mir sicher bin, welches Wetter mich vor Ort erwartet. Auf diese Weise fange ich Motive ein, die sich von anderen Fotografen unterscheiden. Genau diese Fähigkeit des Wetterfotografen ermöglicht es, einzigartige Motive auf der Insel Norderney festzuhalten. Nirgendwo in Deutschland ändert sich das Wetter in so kurzer Zeit wie hoch im Norden auf den friesischen Inseln. Sturmwinde formten das Land. Es scheint so, als ändere sich das Wetter gar stündlich. Genau dieses Gefühl des Nordens hielt mein Workshop in Kooperation mit BenQ fest.

Wetterfotografie ist die Dokumentation des Vergänglichen an unserem Himmel. Das, was ich in den kurzen Momenten dort draußen mit dem Wetter erlebe, möchte ich mit der Welt teilen. Ich möchte Menschen für das Wetter begeistern und damit etwas bewegen. Die Aufmerksamkeit für das Wetter bedeutet für mich Aufmerksamkeit für das Klima. Meine Fotografien geben die Stimmung vor Ort visuell wie emotional wieder. Hierzu benötige ich Werkzeug, um meine Fotografien in der RAW Entwicklung an das anzupassen, was ich erlebt habe und da fiel meine Wahl auf BenQ. Die Displays wie der BenQ SW271 ermöglichen es mir, das Gesehene visuell zu Hause am Computer zu rekreieren und meine Fotografien mit der Welt zu teilen.

 

„Fotografien mit Wind und Wetter“

Mein Wissen um die Wetterfotografie habe ich mit 22 Jahren in meinem Buch „Fotografieren mit Wind und Wetter“ festgehalten. Es handelt sich um ein Buch für Naturfotografen, die den Wert um die Wettervorhersage verstanden haben. Wer jedoch glaubt, er lese ein paar Bauernregeln und Halbweisheiten zur Fotografie, der irrt. Meine Wetterfotografien entstehen durch gezieltes Deuten der Wettermodelle. Wettermodelle sind Computersimulationen des zukünftigen Wetterzustandes und werden von Meteorologen für die Wettervorhersage benutzt. Sie sind genauer als jede herkömmliche Applikation je sein wird. In meinem Buch erkläre ich, wie ein Jeder diese Wettermodelle für seine Naturfotografie nutzen kann.

Am liebsten fotografiere ich in Deutschland. Für mich bietet meine Heimat eine einzigartige Landschaft, von den Alpen, über die Mittelgebirge bis zum flachen Norden mit seinen beiden Meeren. Unsere gemäßigte Klimazone sorgt für abwechslungsreiche Wetterphänomene, die in einer solchen Fülle nur in dieser Region zu finden sind. Gewitter im Hochsommer, Nebel im Herbst und Eis im Winter. Für mich gibt es keinen besseren Ort. Wetter gibt es jeden Tag, Sie müssen nur einen Schritt vor die Tür wagen und finden ein Fotomotiv vor.

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